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    Veröffentlicht: 16.07.2017
    AH

    Bei Wildwechsel keine riskanten Ausweichmanöver tätigen


    Paarungszeit der Wildtiere hat begonnen
    Wildschweine kreuzen die Straße. Die Paarungszeit der Wildtiere hat begonnen. Autofahrer sollten vorsichtig fahren.  ©BRANDKASSE
    Wildschweine kreuzen die Straße. Die Paarungszeit der Wildtiere hat begonnen. Autofahrer sollten vorsichtig fahren.  ©BRANDKASSE
    EMS-JADE
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    „Wildunfälle – ein seltenes Phänomen? Weit gefehlt – auch bei uns auf dem platten Land droht die Gefahr!“ warnt Signe Foetzki, Pressesprecherin der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse. Durchschnittlich wird in Deutschland jedes fünfte Reh auf der Straße „erlegt“. Pro Jahr werden den deutschen Kfz-Versicherern rund 250 000 Wildunfälle gemeldet, wobei in über 90 Prozent der Fälle die Tiere mit einem PKW kollidieren. Im Schnitt beträgt der einzelne Schaden rund 2000 Euro. Nach Schätzungen der Polizei und des Deutschen Jagdschutzverbandes liegt die tatsächliche Zahl der Wild-Kollisionen bei rund einer halben Million.


    Autofahrern wird geraten, jederzeit bremsbereit zu sein. Beim Abwägen zwischen Ausweichen, Bremsen und Zusammenstoß müsse man als Fahrer auch an den entgegen- und nachfolgenden Verkehr sowie für die Insassen im eigenen Fahrzeug denken. Riskante Ausweichmanöver seien zu vermeiden. Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder einem Baum berge in der Regel meist größere Gefahren als die Kollision mit einem Tier, so Foetzki.


    Ist es trotzdem zu einem Unfall gekommen, muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei verständigt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Tier tot, verletzt und/oder geflohen ist, oder ob sich der Autofahrer für ein Ausweichmanöver entschieden hat. Die Polizei informiert die zuständige Forstdienststelle oder den Jagdpächter, die sich gegebenenfalls um die Beseitigung des Tierkadavers kümmern.


    Den kompletten Bericht lesen Sie am Montag, 17. Juli, in der gedruckten Ausgabe.