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    Veröffentlicht: 10.10.2017
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    Bierprobe: Kommission testet neuen Jever-Jahrgang


    Brauhaus übergibt Probe
    Mitarbeiter des Friesischen Brauhauses lieferten gam Montag das erste Bierfass mit dem neuen Jahrgang ab, den die Kommission ausgiebig testen durfte.  ©MICHAEL MEHRTENS
    Mitarbeiter des Friesischen Brauhauses lieferten gam Montag das erste Bierfass mit dem neuen Jahrgang ab, den die Kommission ausgiebig testen durfte.  ©MICHAEL MEHRTENS
    JEVER
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    Das Friesische Brauhaus hat Montagabend sein Schicksal in die Hände einer 13-köpfigen Kommission unter dem Vorsitz von Werner Magnus gelegt. 13 Persönlichkeiten hatten die absolut schwere Aufgabe zu meistern, ob das frisch gebraute Friesisch-Herbe in den Verkauf gehen kann.


    In jedem Jahr ist mindestens ein Freitag dabei, der auf das Tagesdatum 13 fällt. Ausgerechnet an einem Freitag, dem 13. als einem angeblichen Unglückstag, werden nun 13 Persönlichkeiten in Jever zu einem Ereignis zusammenkommen, dessen Bedeutung weit über die Grenzen der Stadt hinausreicht: die Urteilsverkündung der Jever- Bierprobe.


    Denn nur, wenn die gestrenge Kommission aus Ratsmitgliedern, Geschäftsleuten und Vertretern des öffentlichen Lebens am Freitag, 13. Oktober, ein positives Urteil über den Jahrgang 2018/19 verkündet, darf das frisch gebraute Bier in den Verkauf.


    „Doch nicht auszudenken, wenn es für die Braumeister ein rabenschwarzer Freitag werden sollte. Wird das Brauhaus im Jahr seines 170-jährigen Bestehens auf dem Trockenen sitzen? Werden Jever-Fans in ganz Deutschland auf ihr Pilsener verzichten müssen?“ Diese Fragen stellt sich auch das Brauhaus in einer Presseinformation. „Wir haben alles dafür getan, damit dies nicht geschieht, wenn die Prüfungskommission hinter verschlossenen Türen das Holzfass des neuen Braujahres anzapft und ausgiebig verkostet“, so Betriebsleiter Christian Schmidt. An einem positiven Urteil habe er aber keinen Zweifel. „Anders als beim Wein, gibt es dank unserer versierten Braumeister schließlich keinen guten oder weniger guten Jahrgang, sondern stets nur das beste Jever Pilsner mit der berühmten Spur mehr Hopfen für den friesisch-herben Charakter.“