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    Veröffentlicht: 10.09.2017
    OS

    Bis tief in die Nacht nur gelesen


    Kinder folgen Einladung der Gemeindebibliothek
    Mit Taschenlampen, Kuscheltieren und Bücherbergen erlebten die Kinder eine tolle Lesenacht in der Gemeindebibliothek in Sande.  ©ANNETTE KELLIN
    Mit Taschenlampen, Kuscheltieren und Bücherbergen erlebten die Kinder eine tolle Lesenacht in der Gemeindebibliothek in Sande.  ©ANNETTE KELLIN
    SANDE
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    Angst, nach einem Krimi schlecht zu träumen? Da kennt man Charlotte nicht. Sie geht gerne mit einem Kriminalfall ins Bett – mit einem, der eigens für Kinder erdacht und aufgeschrieben wurde natürlich. Dennoch, die anderen Kinder schienen beeindruckt, sie selber wählten lieben weniger Aufregendes bei der langen Lesenacht am Freitag in der Gemeindebibliothek.


    Elf Kinder im Alter von acht oder neun Jahren standen dort am Abend in der Tür, Schlafsäcke, Luftmatratzen und mindestens ein Kuscheltier unterm Arm. Im Rucksack befand sich neben Pyjama, Hausschuhen und Zahnbürste auch eine Taschenlampe. „Ich hab’ sogar zwei mitgebracht – für den Notfall“, meinte Kira.


    Zu Beginn wurde erst einmal der große Basteltisch eingerichtet. Dort entstanden individuelle Notizbücher. Büchereileiterin Ilka Schultze und Mitarbeiterin Jana Stephan zeigten, wie aus Rasierschaum und Lebensmittelfarbe marmorierte Deckblätter entstehen.


    Erst spät am Abend kamen die Taschenlampen raus, wurden Bücherberge zurechtgerückt und die Luftmatratzen belagert. Bis tief in die Nacht wurde gelesen, so lange, bis die Augen zufielen. Kian griff dabei zu Gregs Tagebuch („der ist einfach cool“), Amalia entschied sich für das Sams („weil das so tolle Punkte hat, die sind magisch und weil es so viel Unsinn macht“), Delia freute sich auf Abenteuer mit Meerjungfrau Emily und Kira auf „Anna und der Meerschweinchenvampir“.


    Kein Wunder, dass die Kinder am Samstagmorgen noch „kleine Augen“ hatten, als Ilka Schultze und Jana Stephan zum Frühstück riefen. „Wir müssen früh raus, um neun Uhr müssen alle Kinder abgeholt sein, um zehn beginnt wieder der normale Ausleihbetrieb“, sagte Ilka Schultze.