Artikel
    Veröffentlicht: 11.08.2017
    IME

    Keine Sorge um Standort des Luftwaffengeschwaders 71 in Wittmund


    Auch wenn Waffenschule nicht in die Harlestadt käme
    Eurofigher Geschwader JG 71  ©HEIMANN
    Eurofigher Geschwader JG 71  ©HEIMANN
    WITTMUND
     – 

    Ruhig ist es geworden um den Standort des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“. Standortdiskussionen hat es in jüngster Zeit nicht gegeben, im Gegenteil, vor zwei Jahren äußerte sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen noch dahingehend, dass es sinnvoll sein könnte, Teile der Eurofighter-Ausbildung am Standort Wittmund zu konzentrieren.


    Bei einem Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverteidigungsministerium, Dr. Ralf Brauksiepe, am Mittwoch in der Kaserne gab es aber nach Informationen unserer Zeitung Gespräche mit Geschwader-Angehörigen, die ihre Sorge um den Standort mitteilten. Hintergrund, so der stellvertretende Kommodore Gero Finke, sind Planungen der Luftwaffe, die sogenannte Waffenschule nicht mehr nach Wittmund, sondern an einen anderen Standort zu verlegen. Unterschrieben ist noch nichts, es gibt derzeit nur Planungsabsichten, betonte Finke, der selbst keinen Anlass zur Sorge um den Erhalt Wittmundhafens sieht. Auch Brauksiepe unterstreicht laut einer Pressemitteilung der CDU von gestern, dass „jegliche Schließungs- oder Verlegungsaussagen absolut falsch und erfunden sind“. Wittmund sei für die Luftraumüberwachung durch die Luftwaffe ein wichtiger Standort. Das Verteidigungsministerium werde in den kommenden Jahren mehrere Millionen in den Standort investieren, daran halte man fest.


    Das Verteidigungsministerium hat sich gestern auf schriftliche Nachfragen zum Thema nicht mehr zurückgemeldet. Unter anderem geht es um die Frage, wann mit einer Entscheidung zur Waffenschule zu rechnen ist.