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    Veröffentlicht: 09.10.2017
    CARE/AH

    Minister Pistorius sieht in Hilfspolizei probates Mittel


    SPD-Politiker bezeichnet Schwerlast-Projekt als richtigen Schritt
    Innenminister Boris Pistorius (SPD, r.) sucht nach einer Möglichkeit, die Polizeibeamten zu entlasten.  ©CARSTEN REIMER
    Innenminister Boris Pistorius (SPD, r.) sucht nach einer Möglichkeit, die Polizeibeamten zu entlasten.  ©CARSTEN REIMER
    AURICH/HANNOVER
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    Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat ein positives Zwischenfazit des „niedersächsischen Forschungsprojekts für Begleitung bei Großraum- und Schwertransporten“ gezogen. Demnach sieht der SPD-Politiker darin ein probates Mittel, Polizeibeamte durch eingesetzte Hilfskräfte zu entlasten – in Ostfriesland geschieht dies seit dem April vergangenen Jahres. Insbesondere im Nordwesten würden oftmals Rotorblätter transportiert, heißt es seitens des Ministeriums: Bis zum Jahr 2014 war die Anzahl der Begleitungen dieser Transporte auf bis 20 000 – also etwa 50 täglich – pro Jahr durch einen oder mehrere Funkstreifenwagen zur Verkehrsregelung stark angestiegen.


    „Wir brauchen die Polizei auf der Straße für ihre Kernaufgaben: Kriminalitätsbekämpfung und Verkehrsüberwachung“, wird Pistorius in einer Pressemitteilung zitiert, „die Begleitung übergroßer Transporte kann problemlos durch Hilfspolizeibeamte übernommen werden.“


    In der Polizeiinspektion Leer/Emden sei bei dieser spezifischen Aufgabe eine monatliche Entlastung von 82 Prozent bewirkt worden, teilt das Innenminisiterium mit. Das Projekt läuft bis zum kommenden Jahr.