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    Veröffentlicht: 17.07.2017
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    Mittelalter lockt etliche Besucher an alten Hooksieler Hafen


    Verein aus Venne präsentiert Wikinger, alte Handwerkskunst und vieles mehr – Erfolgreiche Premiere
    Torben Arendt und Sohn Pepe am großen Drachen am alten Hafen in Hooksiel. ?  ©MICHAEL MEHRTENS
    Torben Arendt und Sohn Pepe am großen Drachen am alten Hafen in Hooksiel. ?  ©MICHAEL MEHRTENS
    HOOKSIEL
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    „Ein Ehegelöbnis für zwölf Stunden. Im Lutherjahr gibt es heute auch wieder Ablassbrief. So können Sünder sich freikaufen. Wir lassen Geschichte wieder lebendig werden“, sagt Mönch Michael. Der Mann hat reichlich zu tun. In seinem braunen Gewand erinnert der sonst im Harz arbeitendende Gästeführer und Animateur eher an den lieben Bruder Tuck bei Robin Hood – immer freundlich und doch ein Ziel vor Augen.


    Fantastische Zeiten versprach der erste Mittelaltermarkt am alten Hafen von Hooksiel. Nicht jeder war jedoch bereit, fünf Euro Eintritt zu zahlen. Willi Krämer und Udo Riemeyer vom Verein Mittelalter aus Venne bei Osnabrück rechtfertigten das Kassieren mit dem enormen Aufwand für Künstler und Darsteller. „Die Händler kommen auf ihr Geld durch den Verkauf von Waren“, erklärt Willi Krämer gegenüber unserer Zeitung. Zurück in die Vergangenheit zu reisen war für etliche Besucher sehr reizvoll. Wilde Krieger, das Wikingerleben, eine Bootsfahrt zum Heerlager, Schwertkämpfe, eine abendliche Feuershow mit Drachen und Ungeheuern sowie die ganz besondere Atmosphäre prägten das Fest. Für mittelalterlich Speis und Trank war überall gesorgt.


    Richard Herfurth als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel und als stellvertretender Bürgermeister war „sehr überrascht“ von der Resonanz und hält eine Wiederholung des Mittelalterfestes für sinnvoll. Der Verein aus Venne bei Osnabrück wäre auch dazu bereit. Herfurth bedauerte andererseits, dass die WTG ein geplantes Mittelalterfest in Schillig in drei Wochen abgesagt habe. Das hätte nicht sein müssen, meinte Herfurth.