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    Veröffentlicht: 17.07.2017
    NIK

    PS-Boliden begeistern beim Jade-Race in Mariensiel


    8. Jade-Race auf dem Flugplatz in Mariensiel
    Die Helfer beim  Jade-Race sorgten auf der Rennstrecke für Ordnung: Das war auch nötig bei den zum Teil mehr als 1000 PS starken Autos, die  die Startlinie   ©
    Die Helfer beim Jade-Race sorgten auf der Rennstrecke für Ordnung: Das war auch nötig bei den zum Teil mehr als 1000 PS starken Autos, die die Startlinie   ©
    MARIENSIEL
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    Einmal im Jahr verwandelt sich das kleine aber feine Mariensiel mit seinem idyllischen Jade-Weser-Airport zu einer international beliebten Hochburg des Motorsports.


    So hat es auch am Wochenende wieder bis zu 300 Teams mit ihren PS-Boliden aus ganz Europa in den kleinen Ortsteil der Gemeinde Sande verschlagen, die sich beim 8. Jade-Race im Zweikampf auf der beliebten Viertel-Meile (402 Meter) mit anderen Kontrahenten messen wollten.


    Hier waren neben Topspeed aber auch Geschick und Feingefühl gefragt: Denn nicht nur die Schnellsten durften am Ende jubeln, auch die, die ihre im Vorfeld festgelegte Zeit am genauesten erreichten, siegten. Ob Oldtimer gegen Neuwagen, Golf gegen Chevrolet oder Muscle-Car gegen Dragster: Die ungleichen Zweikämpfe sorgten bei den zahlreichen Zuschauern, die in diesem Jahr sogar erstmalig auf zwei mobilen Tribünen an der Rennstrecke Platz nehmen konnten, für jede Menge Begeisterung. So durften die Motorsportfans direkt am Startpunkt nicht nur den Qualm der durchdrehenden Räder einatmen, auch die Motoren der PS-Boliden sorgten für ordentlich Lärm – oder wie es Streckensprecher Benni Voss, der seit Jahren verschiedene Drag-Race Veranstaltungen moderiert, kurz und knapp zusammenfasste: „Das ist wunderschöner V8-Kompressor-Sound.“


    Auf der Rennstrecke gab es auch in diesem Jahr ein Wiedersehen mit Jade-Race-Liebling Gerd Habermann, der im vergangenen Jahr mit seinem Turbinen-Dragster die Viertel-Meile in 6,8 Sekunden und einer Endgeschwindigkeit von 386 km/h absolviert hatte. Größer, lauter, schneller und unauffälliger dachte sich Habermann für seinen Auftritt in diesem Jahr, als er mit seinem umgebauten Schulbus aus Amerika und einer am Heck verbauten Turbine 25 000 PS auf die Strecke brachte. Das sorgte selbst bei den großen Motorsportfans für große Augen und offene Münder.


    Für die Teilnehmer, die Verantwortlichen, aber auch die Zuschauer war es ein vielversprechendes Wochenende, das bestimmt gerne öfters im Jahr veranstaltet werden dürfte. Die Anwohner rund um den Flugplatz hingegen werden jetzt wohl erstmal wieder die Ruhe vor dem Sturm genießen – zumindest für 365 Tage.