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    Veröffentlicht: 07.09.2017
    DW

    Schulen nutzen Angebote der Landesbühne zu wenig


    Appell von Intendant Strieb
    Die Landesbühne empfängt Schüler mit offenen Armen – wie hier auf dem Probebild zu Spamelot. Allerdings erscheinen nur wenige zu den Vorstellungen.  ©LANDESBÜHNE NIEDERSACHSEN NORD
    Die Landesbühne empfängt Schüler mit offenen Armen – wie hier auf dem Probebild zu Spamelot. Allerdings erscheinen nur wenige zu den Vorstellungen.  ©LANDESBÜHNE NIEDERSACHSEN NORD
    WILHELMSHAVEN
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    Die Besucherzahlen der vergangenen Spielzeit hatten einen neuen Rekordwert erreicht. Doch bei der Präsentation des Zahlenwerks gab es für den Landesbühnen-Intendanten Olaf Strieb auch einen dicken Wermutstropfen: „Die Schulen und Kindergärten in Wilhelmshaven sind sehr zurückhaltend bei der Buchung von Aufführungen der Jungen Landesbühne“, sagte Strieb im Pressegespräch.


    „Die Schulen werden frühzeitig über das Programm informiert, wir machen Lehrersichtveranstaltungen in Form des ‚Probeguckens‘ während der Produktionen, stellen Materialmappen für die Einbindung des Theaterbesuchs in den Unterricht zur Verfügung und bieten Gespräche zur Vor- und Nachbereitung an“, sagte Strieb. Aber Buchungen und Angebote würden viel zu wenig frequentiert. Finanzielle Gründe seien kaum ein Grund, so Strieb: „Bei der Frühbucherpreis liegt pro Karte bei nur 2,70 Euro und bei unseren ,6+-Stücken‘ zum Saisonende ist der Besuch für die Grundschulklassen sogar kostenlos.“


    An manchen Schulen sei es nicht einmal bekannt, dass die Junge Landesbühne auch vor Ort, direkt in den Einrichtungen, spielt: „Sie müssen sich ja noch nicht mal fortbewegen, wir kommen doch!“


    „Wir würden gerne Kooperationsverträge mit allen Schulen schließen und dort auch Theaterboten haben“, sagte Strieb. Die Kooperationen bestehen immerhin mit der Grundschule Rheinstraße, der Franziskusschule und dem Neuen Gymnasium in Wilhelmshaven sowie im Spielgebiet mit der IGS Friesland, dem Mariengymnasium in Jever, der Herbert-Jander-Schule in Esens und der Oberschule Herrentor in Emden.


    Theaterboten an den Schulen unterstützen den Kontakt zur Landesbühne und erhalten Informationen über die Stücke und Inhalte, um ihre Schule auf dem Laufenden zu halten. Auch die „Flatrate für Studenten“ wird laut Strieb noch zu wenig genutzt: Hier können Studierende der Jade Hochschule gegen Vorlage des Studentenausweises ab drei Tage vor der Aufführung kostenlose Eintrittskarten erhalten.


    „Wir bieten in dieser Region das direkte Erleben von Theaterkultur, davon sollten auch Kinder und Jugendliche profitieren“, appellierte Strieb an Eltern und Pädagogen.


    www.landesbuehne-nord.de