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    Veröffentlicht: 20.03.2017
    GRP

    Wilhelmshavener angeklagt: Einbruchdiebstahl in 200 Fällen


    28-jähriger seit Montag vor Gericht
    Seitdem der 28-Jährige in Untersuchungshaft sitzt, sollen die Einbrüche in Wilhelmshaven rapide zurückgegangen sein.  ©BUNDESPOLIZEI
    Seitdem der 28-Jährige in Untersuchungshaft sitzt, sollen die Einbrüche in Wilhelmshaven rapide zurückgegangen sein.  ©BUNDESPOLIZEI
    WILHELMSHAVEN/OLDENBURG
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    Die Akten des Falles füllen mehrere Umzugskartons: Wegen Einbruchsdiebstahls in rund 200 Fällen muss sich seit Montag ein 28 Jahre alter Mann aus Wilhelmshaven vor einer Großen Strafkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten. Wegen der Vielzahl der Fälle und des Umfangs des Verfahrens ist dieses Gericht für den Prozess zuständig. Dem drogenabhängigen Angeklagten wird vorgeworfen, in der Zeit von Oktober 2015 bis September 2016 in Wilhelmshaven die zahlreichen Einbrüche begangen zu haben, um seine Drogensucht und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.


    Laut Anklage brach er in Kellerräume, Garagen und Wohnmobile ein und nahm alles Stehlenswerte an sich, darunter Fahrräder und Werkzeuge.


    Die Einbrüche waren so zahlreich, dass der Angeklagte den Überblick verloren haben soll. Das macht auch ein umfassendes Geständnis schwierig. Große Teile der Beute konnten noch sichergestellt werden. Der Angeklagte konnte sie aber nicht den jeweiligen Taten zuordnen.


    So veranstaltete die Polizei in Wilhelmshaven einen öffentlichen Aufruf: Geschädigte konnten sich ansehen, ob sich auch ihr Eigentum unter der gesicherten Beute befindet. Montag nun bemühte sich der Angeklagte, so viele Taten zu erinnern wie möglich. Das Geständnis wird sich strafmindernd auswirken. Der Angeklagte sitzt seit September 2016 in Untersuchungshaft. Seit seiner Festnahme sollen die Einbrüche in Wilhelmshaven rapide zurückgegangen sein.


    Das Gericht hat eine Psychiaterin zu dem Verfahren hinzugezogen. Sie soll Auskunft über die Schuldfähigkeit des Angeklagten geben.