Artikel
    Veröffentlicht: 07.11.2019
    OS

    Abfluss-Problem an der Kreuzung Bremer Straße in Schortens  


    Gebühren bleiben stabil – Niedrige Zinsen für Investitionen ins System nutzen
    Am Kreuzweg soll der Regenwasserkanal erneuert werden, es müssen 1, 25 Millionen Euro investiert werden.  ©ANNETTE KELLIN
    Am Kreuzweg soll der Regenwasserkanal erneuert werden, es müssen 1, 25 Millionen Euro investiert werden.  ©ANNETTE KELLIN
    SCHORTENS
     – 

    Gute Nachrichten für die Bürger in Schortens: Für das Abwasser müssen sie im kommenden Jahr nicht tiefer in die Tasche greifen, die Gebühren bleiben stabil. Das wurde von den Mitgliedern des Betriebsausschusses Stadtentwässerung empfohlen.

    Sowohl bei der Abwasserbeseitigung als auch bei der Niederschlagsbeseitigung wurden nach einer Gebührenerhöhung in 2017 jetzt Überschüsse erwirtschaftet. Das berichtete Marco Kirchhoff aus dem Fachbereich Finanzen. Diese Überschüsse werden sich allerdings auch wieder aufbrauchen, weil die Stadt derzeit viel Geld für die Sanierung oder Erneuerung des Kanalsystems aufwendet. Nach und nach wird eine Prioritätenliste abgearbeitet, auch im kommenden Jahr gibt es wieder mehrere „Baustellen“. Hierfür sollen aber auch aufgrund der niedrigen Zinsen etliche Kredite aufgenommen werden.

    Die Politiker forderten einen scharfen Blick auf die Entwicklung, sollten die Zinsen wieder steigen, müsse sofort neu überlegt werden. Langfristig sollte ohnehin der Schuldenabbau ein wichtigeres Thema werden, hieß es von allen Seiten.

    Im kommenden Jahr soll der Regenwasserkanal am Kreuzweg für rund 1,25 Millionen Euro erneuert werden, auch die Regenwasserkanäle an der Elbestraße (560 000 Euro), an der Borkumer Straße (442 000 Euro) sowie am Höpkenmoor (120 000 Euro) stehen auf dem Programm. Ebenfalls am Höpkenmoor soll auch der Schmutzwasserkanal saniert werden (257 000 Euro).

    In der Sitzung stellte ein Anwohner aus der Kieler Straße die akuten Abfluss-Probleme nach starken Regenfällen an der Kreuzung Bremer Straße vor. Hier sei dringender Handlungsbedarf, erklärte der Schortenser. Die Verwaltung will sich die Situation vor Ort ansehen, denn auf der Prioritätenliste sind diese Bereiche noch nicht vorgesehen.

    Schwierigkeiten gibt es auch in Roffhausen mit der Druckrohrleitung, an zwei Stellen gibt es Geruchsbelästigung und Lärm an Gullys. Auch hier will die Stadt zügig für Abhilfe sorgen. Kritik gab es von einigen Politikern wegen zu hoher Nährstoffeinträgen in die Nordsee nach Klärung der Abwässer durch die Kläranlage in Wilhelmshaven. Es sollten effektivere Maßnahmen getroffen werden, lautete die Forderung. Bürgermeister Gerhard Böhling regte einen Besuch des Betriebsausschusses auf der Kläranlage an, um sich zu informieren. Die Ausschussmitglieder stimmten dem zu.