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    Veröffentlicht: 15.04.2018
    NC

    Gedenken an die jüdische Gemeinde


    Gröschler-Haus in Jever nach Sanierung wiedereröffnet
    Joanne Marcon aus England, Nachfahrin von Julius Gröschler, sprach zu den Gästen.  ©HERMFRIED ONCKEN
    Joanne Marcon aus England, Nachfahrin von Julius Gröschler, sprach zu den Gästen.  ©HERMFRIED ONCKEN
    JEVER
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    Das Gröschler-Haus als Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region nach sieben Monaten Umbau und Sanierung mit der Sonderausstellung „80 Jahre nach dem NS-Pogrom – die Synagoge von Jever und ihre Zerstörung im Jahre 1938“ wiedereröffnet worden. Die Feierstunde indes war in den Anton-Günther-Saal des Rathauses verlegt worden, der großen Zahl der Gäste wegen. Unter ihnen Nachfahren ehemaliger jüdischen Bürger Jevers, die Familien Gale (Gröschler), Hepborn und Dix-Josefs. Nach den Ansprachen ging es in die Große Wasserpfortstraße 19 zur Ausstellung im Gröschler-Haus.


    Volker Landig vom Arbeitskreis Gröschler-Haus und auch die weiteren Redner im voll besetzten Saal betonten, wie wichtig das Haus, auf dessen Grund einst die Synagoge gestanden hat, ist – als Ort des Gedenkens, der Mahnung wider das Vergessen und des Lernens. Bewegende Worte sprach Joanne Marcon, Enkelin von Julius Gröschler, er starb 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau. Sein Bruder Hermann Gröschler, Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Jever, war im KZ Bergen-Belsen ermordet worden. Joanne Marcon erklärte, dass ihrer Familie die Einrichtung des Gröschler-Hauses sehr viel bedeutet.


    Den kompletten Bericht lesen Sie am Montag, 16. April, in der gedruckten Ausgabe.