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    Veröffentlicht: 06.12.2018
    JW

    Taschendieben in der Region das Leben schwer machen


    Sichtbare Präsenz der Polizei aus Weihnachtsmärkten
    Dicht drängen sich die Menschenmassen durch die Weihnachtsmärkte - ein Paradies für Taschendiebe.  ©ELISABETH WILKEN
    Dicht drängen sich die Menschenmassen durch die Weihnachtsmärkte - ein Paradies für Taschendiebe.  ©ELISABETH WILKEN
    WILHELMSHAVEN/FRIESLAND
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    Mit der Familie von Stand zu Stand bummeln, eine Tasse Punsch mit den Kolleginnen und Kollegen trinken – für viele gehört dieser vorweihnachtliche Marktbesuch zur Adventszeit einfach dazu.

     

     

    Erhöhte Polizeipräsenz auf den Weihnachtsmärkten


    Wie bereits in den vergangenen Jahren ist zeitgleich mit der Eröffnung die Polizeipräsenz auf den Weihnachtsmärkten erhöht worden, sodass seither Polizeibeamte für die Bevölkerung als direkte Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen und dabei deutlich durch das Tragen der gelben Wetterschutzjacke oder Warnweste erkennbar sind.

     

    Sicherheitsgefühl der Besucher


    Neben der Präsenz nehmen die Polizeibeamten  auf ihren Fußstreifen weiterhin die Innenstadtbereiche, in Wilhelmshaven insbesondere auch den Kaiser-Wilhelm-Park sowie den Zentralen Omnibusbahnhof, kurz ZOB, in den Fokus. Die sichtbare Präsenz der Polizei soll dabei sowohl das Sicherheitsgefühl der Besucher stärken, als auch eine abschreckende Wirkung auf Diebe entfalten, die diese Menschenansammlungen erfahrungsgemäß besonders anziehen. Die Taschendiebe suchen dabei ganz gezielt die Enge auf den Märkten, da das unübersichtliche Gedränge zwischen den Marktständen ihnen gute Gelegenheit bietet, unbemerkt zuschlagen zu können. 

     

    Augen auf und Taschen zu!


    Innerhalb weniger Sekunden sind auf diese Art Brieftasche, Handy oder Kreditkarten verschwunden. Die Diebe sind meist nur schwer ausfindig zu machen, wenn sie nicht gerade auf frischer Tat ertappt werden – zumal die Opfer den Verlust häufig erst später bemerken und darum auch keinen Täter beschreiben können. 
    Die Polizei rät: Augen auf und Taschen zu! Außerdem weisen die Beamten darauf hin, dass das Vorgehen der Diebe ganz unterschiedlich ist.

     

    "Drängel"- oder "Helfer"- Trick


    Beliebt bei den Taschendieben ist auch der Drängel-Trick: Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi „griffbereit“ anbietet. Eine weitere Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich „versehentlich“ mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen und dann vermeintlich bei der Reinigung zu „helfen“. Stattdessen wird der Passant in Wirklichkeit beklaut.

     

     

    Damit Sie den Besuch des Weihnachtsmarktes unbeschwert genießen können, gibt Ihnen die Polizei folgende Tipps: 

     

    - Sollten Sie Opfer eines Taschendiebstahls werden, informieren Sie sofort die Polizei (auch über Notruf 110), damit die Beamten noch eine Möglichkeit haben, erfolgreich nach den Dieben zu fahnden. 

    - Nehmen Sie nur so viel Bargeld und Zahlungskarten mit, wie Sie tatsächlich benötigen. 

     

    - Tragen Sie Geld, Zahlungskarten, Papiere und andere Wertgegenstände immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper. 

    - Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper. 

    - Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden. 

    - Wenn es doch zum Diebstahl gekommen ist und Ihnen Ihre Zahlungskarte entwendet wurde, lassen Sie diese sofort mit dem Sperrnotruf 116 116 sperren. 

    - Damit Ihre Girocard auch für das elektronische Lastschriftverfahren gesperrt werden kann, für das Sie lediglich eine Unterschrift brauchen, müssen Sie den Verlust bei der Polizei melden. Erst dann wird die Karte beim Bezahlen in Geschäften auch im Lastschriftverfahren abgelehnt. 


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