Artikel
    Veröffentlicht: 07.11.2019
    MH/AH

    Tote Grindwale im Nationalpark angespült


    Jeweils ein Tier auf Juist, bei der Leybucht und vor Borkum entdeckt
    Dieser Grindwal wurde am Dienstag auf Juist angeschwemmt.  ©MARKUS GRO?WINKELMANN/NLPV
    Dieser Grindwal wurde am Dienstag auf Juist angeschwemmt.  ©MARKUS GRO?WINKELMANN/NLPV
    JUIST
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    Auf Juist und am Rande der Leybucht (Landkreis Aurich) ist am Dienstag jeweils ein toter Grindwal entdeckt worden. Wie die Nationalparkverwaltung (NLPV) mitteilt, liegen beide Kadaver in nicht zugänglichen Bereichen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Ein dritter verendeter Wal wurde westlich von Borkum im Fahrwasser der Außenems gesichtet und konnte vom Tonnenleger „Gustav Meyer“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Emden geborgen und in den Hafen Emden gebracht werden. Veterinäre des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) haben zum Ausschluss einer Seuchengefahr alle drei Kadaver untersucht und Gewebeproben entnommen. Bis ein Ergebnis vorliegt, bleiben die Tiere nach Angaben er NLVP an Ort und Stelle.


    Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Die männlichen Tiere können eine Länge von acht Metern erreichen, normal sind etwa drei bis sechs Meter. Grindwale kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik in tiefen Gewässern bis zu 1000 Meter. Die jetzt gefundenen Tiere haben sich offensichtlich in das flachere Nordseewasser verirrt. Da Grindwale, wie die meisten Delfine, in Gruppen leben, ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.


    Wie alle Wale sind Grindwale in Deutschland gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.